Sie haben es auf die Umarmung von Tango und Klezmer abgesehen? Dann sind Sie hier genau richtig! Beides spricht, zumindest hierzulande, das selbe Publikum an.
Und beides wird gern zusammen als „jüdischer
Tango“ verkauft. Aber gibt es wirklich einen
jüdischen Tango oder ist dieser nur eine Schöpfung
findiger Musikmarktstrategen? Vom mittelalterlichen Europa
über das zaristische Russland bis hin ins Argentinien des
frühen 20. Jahrhunderts habe ich mich auf Spurensuche begeben.
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Arbeitsbuch, Kammbindung, A4, 318 Seiten, einseitig bedruckt mit Raum für eigene Notizen, davon ca. 260 Seiten Text, ca. 30 Seiten Bild- und Notenanhang, sehr umfangreiches Literatur- und Quellenverzeichnis, 22 Hörbeispiele |
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Natürlich hege ich große
Sympathie für die Intention der Verfasserin, kommerziellen
Legendenbildungen die Stirn zu bieten. Auch sehe ich,
wie sie, die
Gefahr, dass durch eine vordergründige Zuweisung
„jüdischer“ Eigenschaften zu
Musiziersphären, auch wenn sie philosemitisch gemeint sein
sollte, ein verkappter Rassismus sich reproduziert. Voll teile ich die
Auffassung von Victoriah Szirmai, dass man andernfalls ja auch von
einem italienischen oder einem spanischen Tango sprechen müsse
- was natürlich abzulehnen sei und so auch nicht praktiziert
werde. Tatsächlich mag in der Klassifizierung einer Musik als
„jüdisch“ ein stillschweigend
überliefertes nationalsozialistisches Vokabular, nolens
volens, mitschwingen. Andererseits: Dem Tango eine ungebrochene
„Argentinizität“ zu bescheinigen,
würde ich ebenfalls zögern.
[…]
So reißt die Verfasserin mit ihrem Text einen faszinierenden Horizont auf, übrigens auch sprachgewaltig und mit stilistischer Eleganz."
Preis: EUR 49,95
(für Schüler, Studenten, Doktoranten EUR 39,95 -
bitte entsprechende Nachweise beilegen)
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